Sonntag, 9. Oktober 2011

Chroniken von Vana'Diel Kapitel 33 ( Die Feuerprobe für den Rotmagier)

 Die Knollen steckten tief in dem lehmigen Boden, Cevh wühlte die Erde mit seinen Händen auf. Ein Geräusch ließ ihn herumfahren und sein Rapier ziehen, vor ihm stand ein Junge, ungefähr zehn Jahre alt, mit einer Hacke in den Händen. Cevh ging auf den Jungen zu „Du musst dich nicht fürchten, ich werde dir nichts tun" sagte er und streckte dem Kind, die Hand entgegen. 

Der Junge schaute ihn mit leeren Augen an, ohne Vorwarnung attackierte er Cevh mit der Hacke und schrie etwas in der Sprache der Orks. Cevh wich dem Schlag aus, er traf den Jungen mit der Faust am Kopf, bewusstlos sank der Junge zu Boden. Der Rotmagier lauschte angestrengt, doch er hörte nichts, niemand schien den Ruf des Jungen gehört zu haben. Mit einem Hanfstrick, den der Junge um seinen Bauch als Gürtel trug, fesselte er Arme und Beine des Kindes, zur Sicherheit knebelte er ihn mit Höhlenmoos, dann untersuchte er den Jungen.

Das Kind war unterernährt und wies Zeichen von Misshandlung auf, doch hatte er auf seinen Armen, die für Orks typischen narben, die zeigten zu welchem Stamm sie gehörten. Der Junge musste also als Säugling gestohlen worden sein und die Orks hatten ihn als einen der ihren aufgezogen. Geräusche rissen Cevh aus seinen Gedanken, Jemand näherte sich der Höhle. Cevh fasste den Jungen und schob ihn, in eine Felsspalte, dann versteckte er sich selbst. Ein Ork betrat die Höhle, er hatte einen Stab aus altem Eichenholz, über seinem Kopf trug er einen Sack aus gewebtem Hanf. Der Ork knurrte etwas, er schien Verärgert zu sein, dann  beförderte er einige Knollen aus dem Boden.


Cevh kauerte in seinem Versteck und wagte kaum zu Atmen. Er hoffte das der Ork die Knollen nimmt und wieder geht, doch der Ork setzte sich und begann die Knollen zu schälen. Cevh schickte ein Gebet zu Altana, in diesem Moment regte sich der Junge, er rollte sich von einer Seite zur anderen. Cevh wollte den Jungen festhalten, doch zu Spät, der Ork hörte das scharren und ging zu der Felsspalte. 

Cevh wusste es gab nur noch eine Möglichkeit, er sprang aus der Felsspalte und wirkte einen Zauber, erblindet taumelte der Ork in der Höhle umher. Cevh nutzte die Gelegenheit und machte sich Unsichtbar, dann rannte er aus der Höhle.
Nun galt es den Weg zurück zu finden, Cevh rannte so schnell er konnte. Es wurden Alarmhörner geblasen und von überall strömten bewaffnete Orks herbei. In seinem Unsichtbaren zustand Eilte Cevh an den Orks vorbei, doch die Wirkung des Zaubers würde bald nachlassen, er musste sich ein Versteck suchen um den Zauber neu zu wirken.
Hinter einer Hütte, fand er einen geeigneten Platz. Cevh wirkte erst den Zauber der Erfrischung,  um nicht ausruhen zu müssen, denn dafür war keine Zeit, dann wirkte er den Zauber der Unsichtbarkeit. 


Cevh verließ sein Versteck, er folgte weiter dem Pfad, den er zusammen mit den Sklaven, gekommen war. Plötzlich hörte er hinter sich, Schritte von Orks, die sich schnell näherten. Cevh rannte, doch die Orks folgten ihm „Verdammt, wie können sie mir folgen, wenn sie mich nicht sehen können" sagte er leise zu sich selbst, dann sah er, das die Orks Echsen vor sich her trieben. Nun war alles klar, die Echsen konnten ihn zwar nicht sehen, aber das Geräusch seiner Stiefel verriet ihn.  Er rannte so schnell er konnte, doch bald hatten die Echsen ihn eingeholt, drei der biester hatten ihn eingekreist.  Cevh zog sein Rapier, trotz ihres plumpen Aussehens waren die Echsen sehr flink und Cevh musste einige Bisse einstecken. Doch er konnte er konnte die Wunden, dank seiner Magie schließen. Er musste sich so sehr auf den Kampf konzentrieren, dass er vergaß sich unsichtbar zu machen.
Ein Knurren erklang, der Orkmagier, den er in der Höhle entdeckt hatte, stand hinter ihm. Cevh wurde von einer Welle der Furcht erfasst Der ist zu Stark dachte Cevh leise bei sich. Plötzlich hörte er wieder die Stimme von Raziael Fin'Lamar Hab keine Furcht, vertraue auf deine Wurzeln


Cevh spürte wie etwas Besitz von ihm ergriff, er fühlte sich stärker, Mächtiger  Wir sind zu zweit und wir werden gewinnen hörte er die Stimme von Raziael sagen. Hinter dem Magier tauchten noch zwei andere Orks auf, in den klobigen Händen hielten sie große Schwerter.
Cevh hörte in seinem Geist die Stimme von Raziael, jedes Wort brannte sich in seinen Verstand und mit fester Stimme wiederholte Cevh jede Silbe. Alles um Cevh herum schien langsamer zu werden, doch dann merkte er, das er es war der sich schneller bewegte.
Cevh schnellte vor, wirkte einen Schweigen zauber auf den Magier, dann schlug er mit seinem Rapier, einem Ork das Schwert aus der Hand. Lege das Rapier aus der Hand, benutze den Stab, belege deine Handschuhe mit dem Element Stein Das war der rat von Raziael und Cevh gehorchte. Er fasste den Stab, den Bluschnok ihm gab und begann Magie zu wirken. 


Cevh belegte sich mit dem Schutz der Erde und wirkte eine Phalanx auf seine Robe, aus seinen Handschuhen wuchsen Granatfarbene steinspitzen. Mit wilden hieben schlug er auf den Ork ein, der Blutend zu Boden ging. Cevh wirkte den Zauber der Erfrischung auf sich, dann ließ er einen Mächtigen Feuerstrahl, in den zweiten bewaffneten Ork fahren, gleich einer Fackel wälzte der Beastman sich auf dem Boden und versuchte die Flammen zu löschen, was ihm jedoch nicht gelang.


Die Wirkung des Schweigens hatte nachgelassen, der Orkmagier schleuderte einen Blitzzauber auf Cevh, in letzter Sekunde konnte der Elvaan dem Zauber ausweichen. Erneut ließ Cevh den Magier verstummen, dann wirkte er Fessel. Aus dem Boden drängten sich wurzeln, wickelten sich um die Beine des Ork und hielten ihn fest. Cevh wirkte wieder die Steinhaut auf sich, machte einen Austausch von Lebensenergie und Mana, dann fasste er den Stab und wirkte einen heilzauber, durch den Stab verdoppelte sich die Wirkung des Heilzaubers, dann entfachte Cevh den Kettenzauber, eine Fähigkeit die nicht zu erlernen war, denn wie der Austausch war sie eine angeborene Fähigkeit.
Der Ork hatte keine Möglichkeit um den zaubern auszuweichen, Blitz, Feuer und Wind schlugen auf ihn ein, immer und immer wieder, von den Zaubern entstellt fiel der Ork in den Staub.


Cevh war erschöpft, doch war keine Zeit um aus zu ruhen, er rannte los. Er erreichte den großen Platz, der vollkommen lehr war, sicher waren alle zu der Höhle geeilt. Cevh sah das Tor vor sich und es war unverschlossen. Er aktivierte seine letzten Reserven und rannte, plötzlich hörte er ein klacken, dann einen schmerz in seiner Schulter. Ein Armbrustbolzen hatte ihn getroffen. Die Wucht des Einschlages, warf ihn zu Boden, er rollte sich ab und war gleich wieder auf den Beinen.


Verzweifelt rannte er weiter und betete dass der Chokobo immer noch an seinem Platz war. Cevh erreichte die Stelle an dem er den Reitvogel angebunden hatte, das Tier war noch immer da. Cevh sprang auf und schlug dem Tier die Versen in die Flanken, erst als er sicher war das er nicht mehr verfolgt wurde stoppte er um nach seiner wunde zu sehen. Der Bolzen stecke an einer, für ihn, unerreichbaren stelle in seiner Schulter. 


Wieder stieg er auf den Chokobo und ritt weiter. Die Nacht brach herein, wie in Trance lenkte er den Reitvogel, leise Sprach er ein Gebet zu Altana, sie möge ihn solange am Leben halten um seine Mission zu beenden. Die Wunde Schmerzte, er verlor immer mehr Blut und in seinem Fieber hörte er stimmen Die Zeit ist noch nicht reif, deine Stunde ist noch nicht gekommen, Wir sind zu Zweit und wir werden gewinnen, Vertraue auf deine Ahnen sie sind immer bei dir.


Cevh hatte jedes Zeitgefühl verloren, doch als die Sonne die Nacht verdrängte hatte er die Hütte von Bluschnok erreicht. Der Ork kam zu ihm geeilt, holte ihn von dem Chokobo herunter und trug ihn in die Hütte.
Cevh griff in die Taschen und holte die, mit Lehm verschmierten Knollen hervor. Bluschnok flößte ihm einen Trank ein, der so übel schmeckte, das Cevh sich wünschte der Bolzen hätte ihn getötet.


Cevh viel in einen Tiefen schlaf. In seinen Träumen sah er Raziael, der ihm zu winkte und immer wieder sagte wie Stolz er auf seinen Neffen sei. Cevh wusste nicht wie lange er geschlafen hatte, als er die Augen öffnete sah er Bluschnok auf seinem Schemel sitzen. Saxon saß auf dem Bein des Ork und Ließ sich füttern.
Der Tarutaru Lächelte Cevh zu und sagte: „Daran könnte ich mich gewöhnen" Cevh zwang sich ein Grinsen ab, obwohl der Bolzen entfernt worden war und die Schmerzen nachgelassen hatten, fühlte er sich schwach und erschöpft. Er musste sich ausruhen bevor sie ihre Reise fortsetzen würden.
Raziael
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