Sonntag, 2. Oktober 2011

Chroniken von Vana'Diel Kapitel 32 ( Träume und helfende Geister)

 Saxon wurde von Fieber und Träumen gequält, längst vergessene Erinnerungen suchten ihn Heim. Durch einen Schleier sah er seine Eltern, sie waren so stolz als er in der Magierschule aufgenommen wurde, er sah sich Hand in Hand mit seiner ersten Liebe durch den Wald spazieren und ihre Tränen als er sie  verlassen hatte, die Enttäuschung seiner Mutter über die schlechten Zensuren. Er sah seine Gefährten, Bullwey, Shir und die anderen, alle hatten schwere wunden aus denen Blut floss. Sie zeigten auf ihn „du hast uns in Jeuno im Stich gelassen" riefen sie, von überall kamen die Schreie: „du hast uns Enttäuscht, du hast mein Herz gebrochen, unser Blut klebt an deinen Händen" Saxon fühlte sich Schuldig, das Gefühl fraß sich in seinen Verstand.

Saxon wollte schon aufgeben, da erklang in dem Gemurmel eine andere Stimme: „ Schwarzmagier, höre nicht auf sie, schenke diesen lügen keinen Glauben" Saxon schaute sich um, es war die Magierin Mit den schwarzen Haaren, mit ausgestreckten Armen beschwor sie ihn: „glaube ihnen nicht, sie sind nicht echt" neben der Magierin erschien eine weitere Person, es war Morrigan Kenrahhel „ Saxon Antonio Pinella, wage es nicht dein Versprechen zu brechen, du hast gesagt das du mich in Windurst finden willst" sagte sie mit Zorniger Stimme und die Hände in den Hüften. Nervös schaute Saxon zwischen den beiden Parteien hin und her, was sollte er tun, wem sollte er Folgen.
Wieder sprach die Magierin zu ihm, doch sie Sprach mit einer Tiefen, knurrigen Stimme „ Es wird dir bald besser gehen, wenn wir die Knolle haben wirst du wieder gesund" Morrigan hatte plötzlich einen riesigen Eimer gefüllt mit Wasser, in den Händen, sie holte aus und schleuderte das Kalte Wasser auf ihn.


Saxon öffnete die Augen, nur verschwommen sah er was um ihn herum war. Dann Trat ein Ork in sein Blickfeld *Bei Altana, die Orks haben uns gefangen*  Der Ork goss Wasser in eine Kessel der über dem Feuer hing und Streute Gemüse hinein *er wird mich wie einen Krebs in das Wasser werfen und Kochen, hoffentlich ist da kein Blumenkohl drin dagegen bin ich Allergisch* dann streute der Ork Kräuter in einen Holzbecher und goss heißes Wasser darüber. Saxon versuchte zu erkennen wo er sich befand und entschied das es eine Höhle sein musste und die Holzwände nur Einbildung. Der Ork trat zu Saxon an das Bett, setzte ihn auf und flößte ihm den trank ein *nun werde ich Gewürzt* Saxon versuchte den Tee aus zu spucken, doch der Ork zwang ihn den trank zu schlucken.  Der Ork legte Saxon wieder auf den Rücken als der becher geleert war, dann setzte er sich auf einen Schemel, holte eine Harfe hervor und begann zu spielen *Orks singen beim Kochen, wenn ich das in Altanas Hallen erzähle, wird mir niemand glauben*Saxon hatte seinen Gedanken nicht ganz beendet, übermannte ihn erneut der Schlaf. 


Cevh hatte den Jugnerwald durchquert, bald sah er die ersten Patrouillen der Orks. Er suchte einen ruhigen Platz und band das Chokobo an einen Baum. Mit Herzklopfen machte er sich auf den weg, die Magie schützte ihn vor den Blicken der Orks, doch musste er immer wieder stille Ecken suchen um den Zauber erneut zu sprechen, denn die Wirkung hielt nicht sehr lange an. Als der Tag sich zum Abend neigte, erreichte er die Holzpalisaden der Festung.


Er sah Wachen mit Lanzen und Schwertern, die aber von schlechter Qualität zeugten. Andere Orks, schienen vor dem Tor nach Kräutern oder Waldfrüchten zu suchen. Cevh suchte sich ein Versteck um den Zauber abklingen zu lassen und ihn dann frisch zu wirken.
Als die Wachen abgelöst wurden sah er eine Möglichkeit um in die Festung ein zu dringen, er machte sich unsichtbar und schlich an den Wachen vorbei. Cevh folgte einem Pfad und gelangte auf einen Art Marktplatz. Cevh war erschrocken, es waren Hunderte Orks die sich dort aufhielten, zwischen den Beastman liefen Sklaven, Menschen, Elvaan und andere, die schwere Lasten trugen und von hieben angetrieben wurden.
Cevh wusste das er ihnen nicht helfen konnte, was hätte er allein schon ausrichten können. Er konzentrierte sich darauf die Pflanze zu finden um Saxon zu Heilen. Er spürte dass sein Zauber an Wirkung verlor, in wenigen Augenblicken würde er wieder sichtbar sein. Cevh dachte angestrengt nach, als er eine Stimme hörte, die ihm sagte: *Du musst dich verkleiden und sie werden sehen, was sie sehen wollen* Cevh hatte nicht die Zeit nach zu denken was oder wer diese Stimme war, er sah etwa in fünf schritt, einen Haufen lumpen liegen.


Er rannte los, als er den Haufen erreicht hatte, begann er wieder sichtbar zu werden. Cevh schaffte es noch sich einige der Stinkenden Kleidungsstücke über zu werfen, als der Zauber nach ließ. Ein Schlag in den Nacken ließ ihn hart zu Boden gehen, über ihm stand ein Ork und Knurrte etwas in seiner eignen Sprache. Der Ork zeigte auf ein, in groben Stoff gewickeltes bündel.
Die Last war schwer, sie fühlte weich und feucht an. Cevh schloss sich den anderen Sklaven an, er hoffte so in das Innere der Festung zu gelangen.


Saxon Träumte wieder, er sah sich in der Taverne von San'Doria. Er sah Mimi, das Tarutaru Mädchen und Chuma, die Kleine Mithra. Plötzlich kamen Orks, Yagudo und Quadav in die Taverne, sie schlugen alles in Stücke. Die Beastman griffen die Frauen an und schlugen auf sie ein, Saxon wollte einen Zauber wirken, doch er brachte kein Wort heraus, er schlug auf die Beastman ein, doch sie kümmerten sich nicht um ihn. Dann wurde es Still, die Beastman traten zurück, Saxon sah Mimi und Chuma Tod am Boden liegen, ihre Farblosen Augen waren auf ihn gerichtet. Dann begannen wieder Stimmen auf ihn ein zu reden: „ du hast uns im Stich gelassen, du hast uns Sterben lassen, du hast uns verraten" Saxon warf sich auf seinem Lager hin und her, Kalter Schweiß lief ihm über das gepeinigte Gesicht. Bluschnok wischte ihm das Gesicht trocken und legte ihm ein Kalten umschlag auf die Stirn, dann beugte er sich über den Tarutaru und versuchte eine beruhigende Melodie zu singen, plötzlich öffnete Saxon die Augen und griff zu.


Ehe Saxon es sich versah, war er schon wieder an einem anderen Ort, er saß mit seinen Freunden an einem Lagerfeuer. Er freute sich sie zu sehen, doch irgendetwas stimmte nicht. Der Gewaltige Kopf von Bullwey, ruhte auf dem Zierlichen Körper einer Mithra, Shir versuchte mit seiner Sense Bäume zu fällen und Lodrik lief auf seinen Händen um das Feuer herum und Grunzte Melodisch „ alles in Ordnung?" fragte Saxon, Bullwey beugte sich zu ihm herunter und sagte: „Aber natürlich, wir haben nur Hunger" nachdem der Galka das gesagt hatte, öffnete er seinen riesigen Mund und näherte sich dem Tarutaru. Saxon geriet in Panik „vorher mache ich dir einen Knoten in deine Zunge" rief er und ergriff das feuchte Geschmacksorgan. Bluschnok musste sich anstrengen um seine Zunge aus dem Griff des Tarutaru zu befreien, ohne ihm die Arme zu brechen.


Cevh bewegte sich langsam, die Lumpen Stanken nach verwestem Fleisch und die Last auf seiner Schulter war schwer mit einem Geruch von Blut, Cevh versuchte nicht darüber nach zu denken was der Grund dafür sei. Der Weg führte ihn durch Höhlen, in denen es dunkel war, in einigen waren nicht einmal Wachen, sicher weil es keine Seitengänge gab. Als sie wieder eine unbewachte Höhle Passierten, nutzte Cevh die Gelegenheit, er sprang aus der Reihe, legte die Last und die lumpen ab und wirkte den Zauber der Unsichtbarkeit. Er schlich an den Wachen vorbei und folgte einem Bachlauf.


Der Bach führte zwischen hohen Felsen hindurch, das Wasser war sehr Kalt, doch es gab keine Wachen die sich dort aufhielten. Nach einiger Zeit senkten sich die Felsen und machten einen Gang an Land möglich. Cevh wollte das Ufer betreten, doch er zögerte, seine Hand berührte den Griff seines Rapiers, wieder hörte er diese Stimme: * Warte, Warte ab, geh zu den Fallenden Wassern*  Cevh schaute sich um und Tatsächlich war dort ein Wasserfall.  Er ging auf den Wasserfall zu und glaubte sein Spiegelbild zu erkennen, doch plötzlich begann das verschwommene Bild, ihn zu sich zu winken. Cevh schritt langsam darauf zu und erkannte in der Spieglung, Raziael Fin'Lamar.


Nachdem Saxon die Zunge des Galka entglitten war, sah er sich auf dem Rücken eines Schmetterlings. Er glitt durch die Lüfte, vorbei an Riesigen wohlriechenden Blumen. Er Jauchzte vor Freude. In dem Blütenkelch, einer Kamillenblüte, sah er das Tarutarufräulein stehen „ Morrigan, Morrigan komm und Flieg mit mir" rief er. Der Schmetterling steuerte genau auf die Blüte zu, Saxon ergriff die Hand von Morrigan und zog sie zu sich auf den Schmetterling. Saxon Spürte einen Anflug von Glück. Bluschnok stand am Feuer, sah wie Saxon wild mit den Armen gestikulierte als wolle er ein Orchester dirigieren und fühlte sich Hilflos.
Cevh wurde, beim Anblick seines Onkels, kalt „er ist gekommen um Rache zu üben" flüsterte er sich leise selbst zu. Der schemenhafte Rotmagier winkte immer wieder „ Bitte, lasse mich meine Mission beenden" mit diesen Worten durchschritt er den Wasserfall. Hinter dem Wasserfall befand sich eine Höhle, der Schemen legte den Finger auf die Lippen. Cevh versuchte zu erkennen was sich draußen zutrug, eine Gruppe Orks trat an das Bachufer und schöpfte Wasser. 

Als die Orks sich entfernt hatten, verließ Cevh sein Versteck, er trat an das Bachufer und folgte den Spuren der Orks. Er kam zu einer freien Fläche, auf der viele Hütten aufgebaut waren. Wieder machte er sich unsichtbar und schritt von Hütte zu Hütte. Es schien niemand da zu sein, als betrat er eine Hütte. Er musste schlucken um sich nicht zu übergeben, an Querstreben hingen Arme, Beine und andere Köperteile, wie Fische in einer Räucherei. 

Cevh musste an Bluschnok denken und machte sich sorgen um Saxon, doch warum hatte er ihn gehen lassen? Es wäre ihm ein leichtes gewesen alle beide zu töten. Cevh rief sich selbst zur Ordnung, er musste die Pflanze finden. Er Schritt weiter voran, er fand einen Pfad der hinab in einen Tunnel führte, der Pfad endete in einer Höhle. Cevh traute seine  Augen nicht, die Höhle war voll mit den Anselmaknollen. Cevh kniete sich hin und begann zu graben, er füllte seine Taschen mit den Pflanzen.
In seiner Aufregung, hatte Cevh jede Wachsamkeit vergessen, er hatte nur die Pflanzen und Saxon im Sinn. In gedankenversunken merkte er nicht das sich ihm Jemand von hinten Näherte.
Raziael

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