Sonntag, 26. Juni 2011

Chroniken von Vana'Diel Kapitel 18 ( Jeuno)

 Jeuno war die Hauptstadt des Kontinents, sie war der Sammelpunkt aller Rassen und Händler. Doch nicht nur die Rechtschaffenden fanden sich hier ein, nirgendwo sonst konnte man mehr Gangster und Räuber  finden. Die Stadt lag im Meer und wurde mit Brücken mit dem Festland verbunden. Was als Fischerdorf gegründet wurde hatte sich im Laufe der Zeit zu einer Metropole entwickelt. Jeuno war in Fünf Stadtviertel eingeteilt die übereinander gebaut waren.

Unter-jeuno war das Armenviertel, hier wurde Gestohlene Ware zu Geld gemacht und der Treffpunkt der Diebe und Söldner.

Mittel-Jeuno war der Handelsplatz, Händler aus allen Städten boten hier ihre Waren feil , Waffen Fisch und Nahrung, alles was man brauchte konnte man hier finden, Es gab sogar Wahrsager und Hellseher die Ihre Dienste anboten, in einigen Shops konnten Magier, Stäbe und Sprüche gegen ein Hohes Preisgeld Kaufen und herstellen lassen.

Ober-Jeuno war das gemeine Volk zu Hause, es gab Tavernen und eine Kirche mit einer Ausgiebigen Bibliothek. Es gab Ärzte, Schmiede und Zimmermänner.

Im Obersten Teil, den Gärten waren die Aristokraten zu Hause, alle Arten von Ämtern und Konsulaten konnte man dort finden, über all dem ragte der Palast des Grafen von Jeuno, der aber so gut wie nie zu sehen war. 


Ganz unten war der Hafen, hier legten die Schiffe an um Fracht zu entladen oder neue Fracht auf zu nehmen. Hier war der Umschlagplatz der Piraten. Die Seeräuber verkauften ihr Raubgut an Hehler, die es einschmolzen oder weiter verkauften. Es ging ein Gerücht um das die Piraten eine eigne Stadt haben sollen, versteckt irgendwo in einem Dschungel. 


Die Gruppe betrat die Brücke, die Das Gelände der Rolanbeerenfelder mit Jeuno verband. Der Wind wehte stark und unbewusst klammerte sich Nette an Lodrik. Nach einer Stunde laufen kam endlich das Stadttor in Sicht. Eine lange Warteschlange hatte sich vor dem Tor angesammelt, jeder wollte in die Stadt um seine Waren anzubieten oder einfach um sein Glück als Söldner zu versuchen.

Am späten Nachmittag waren sie endlich in der Stadt, Menschen liefen auf den Straßen umher wie Ameisen. Die Gruppe beschloss sich aufzuteilen, Bullwey und Saxon gingen mit den Zwei Mädchen um ihnen beim Einkaufen zu helfen, Cevh wollte in die Kirche und nach Hinweisen in den Büchern zu suchen, Lodrik zog es in den Hafen, er hatte den drang sich zu betrinken. Nette rannte zu den Händlern, sie Brauchte neue Kleider und Shir wollte einfach nur allein sein.


Cevh betrat die Kirche und tauchte in gedämpftes Licht ein, die Bunten Fenster ließen nur wenig Sonnenlicht herein. Auf den Bänken Knieten einfache Leute und sandten ein Gebet zu Altana, irgendwo sangen Die Priester und hielten die Abendmesse ab. Er ging zu einen Priester der gerade die Kerzen vor dem Altar entzündete und sprach ihn an „ Seit gegrüßt, ich bin auf der Suche nach wissen, man sagt das ihr eine Umfassende Bibliothek habt" der Priester beendete seine Arbeit und schaute zu Cevh „aber sicher Heer, sie steht jedem offen, wenn es euch nach wissen dürstet dann weidet euch daran" der Mann in der Braunen Kutte reichte Cevh eine Kerze und führte ihn in das Kellergewölbe.
In den Regalen türmten sich Hunderte von Büchern und Schriftrollen. Cevh stellte die Kerze auf einen Tisch und machte sich an die Arbeit.


Shir Stand dicht bei dem Stadttor und sah die Krieger wie sie durch das Tor ritten und von den Mädchen begrüßt wurden. Er war allein, es gab niemand in San'Doria der auf ihn wartete oder auf seine Rückkehr hoffte. Er war als Waise aufgewachsen. Nie hatte er die Wärme einer Mutter kennengelernt, nur die harte Hand seines Ziehvaters. Shir hatte oft daran gedacht eine Familie zu haben, Eine Frau und Kinder denen er seine Liebe schenken konnte, doch wie sollte er etwas geben das er selbst nie erhalten hatte. Er schaute zu  der silbernen Scheibe des Mondes der sich am Firmament abzeichnete und fragte sich ob er dem ganzen eigentlich gewachsen war.


Lodrik saß in der Taverne und kippte das Bier herunter als sei es nur Wasser, immer wieder schaute er sich das Bild seiner Schwester an. Das Bild hatte sehr gelitten und die Ölfarbe bröckelte schon ab. Er hatte das Kind gerettet und es sicher wieder nach Hause gebracht und doch war er nicht froh. Er Wünschte sich die Zeit zurückdrehen zu können und seiner Schwester beizustehen. Tränen rannen über seine Wange, er wischte sie fort und bestellte einen neuen Humpen Bier. Der Wirt schaute ihn an als wolle er ihm den trank verweigern, aber dann reichte er ihm doch den vollen Humpen, Lodrik setzte das Trinkgefäß an den Mund und leerte es in einem Zug „noch einen" sagte Lodrik, der Wirt zuckte mit den Schultern und hielt den Humpen unter das Fass.


Bullwey war beladen wie ein Ochse, Saxon lief mit Ariane und Marale von einem Stand zu dem anderen und Feilschten mit den Händlern. Bullwey schwitze und sein schwarzes Fell glänzte silbern im Mondschein, es machte ihm nichts aus, er war hartes arbeiten gewöhnt. Er schaute Saxon und den beiden Mädchen zu wie sie mit den Verkäufern stritten. In den Vergangen Wochen war dieser Kleine Tarutaru so etwas wie ein Freund geworden, auch wenn der Kleine immer noch Angst hatte von Bullwey gegessen zu werden.

Aber doch war Saxon jemand mit dem er seine Freuden teilen Konnte, Die Leidenschaft für das Angeln, das Kochen und das Witze reißen. Aber was Bullwey wirklich beindruckte war die Sensibilität die Saxon in sich barg, ein Magier mit einer Dunklen Kraft, der sich mehr um andere sorgte als um sich selbst, Bullwey wurde durch die Stimme von Saxon aus seinen Gedanken gerissen „ Hey du, bleib stehen und warte doch mal" hörte er Saxon rufen.

Saxon hatte gerade mit einem Bäcker um das Mehl gefeilscht, als er wieder die Magierin mit den schwarzen Haaren in der Menge entdeckte. Er lief zwischen den Leuten umher, doch konnte er sie nicht einholen, immer sah er sie hinter jemand verschwinden „Hey du, nun Warte doch mal, du bekommst Geld von mir, nun warte doch, bitte" als wenn sie ihn nicht hören wolle ging sie weiter. Er hatte die Menge hinter sich gebracht und sah sie stehen. Die Magierin verweilte an der Treppe die zum Hafen führte, sie drehte sich zu ihm, wieder schaute er in ihre traurigen Augen, sie öffnete ihre Lippen und sagte etwas, doch das Geschreie der Händler übertönte es, sie wandte sich ab und ging die Treppe hinunter „hey nicht da runter, da ist es gefährlich" rief er. Saxon wusste nicht recht was er tun sollte, doch er konnte sie nicht allein im Hafen herumspazieren lassen unter all den Dieben und Piraten, beherzt folgte er ihr.


Nette War im oberen Teil von Jeuno geblieben und wühlte in einem Schneidergeschäft in den Auslagen „Ich werde mich gut ankleiden und dann wird dieser Axt schwingende Blödmann, wie Wachs in meinen Händen sein" dachte sie und hielt ein Rotes Kleid in den Händen, das bis zu den Knien reichte. Dazu kaufte sie Grüne Halbschuhe, Blaue Handschuhe und einen Hut mit genug federn um drei Vogelarten aussterben zu lassen. Die Händlerin schaute sie Skeptisch an, wollte Nette etwas Fragen, zögerte aber noch.
Cevh Hatte sich einige Bücher und Schriftrollen zusammen gesucht, er war entschlossen etwas zu finden und durforschte die Seiten wie ein Besessener. Er hatte beinah alles was mit Kristallen zu tun hatte gelesen, konnte aber kaum etwas über die Götterkristalle finden, als ihm eine Art Tagebuch in die Hände fiel, überrascht lass er den Titel General Sharzalion , Hauptmann der Rotmagier  Sofort schlug er die erste Seite auf und begann zu Lesen.

Erster Eintrag
Ich Shazarlion habe es geschafft, ich konnte den König überzeugen das es wichtig ist die Gene zu vereinigen und zu perfektionieren. Ich konnte eine Weibliche Rotmagierin verführen und ein Kind Zeugen. Schon in jungen Jahren weißt er schon die gleichen Fähigkeiten auf, die ich selbst und seine Mutter besitzen. Das Beweist das Fähigkeiten, wie das austauschen der Lebensenergie in Mana und der, ich nenne es „Kettenzauber" der es erlaubt zauber in schneller Folge zu wirken ohne das lange Konzentrieren, angeborene Fähigkeiten sind.
Im Moment sind wir noch wenige, doch bald werden wir hunderte sein, weil der König meinem Vorschlag der Zwangsheirat unter den Rotmagiern zugestimmt hat.


Cevh glaubte seinen Augen nicht, Zwangsheiraten, was war in diesem Mann nur vorgegangen, wollte er eine Legion von Rotmagiern erschaffen um der Beastmanplage Heer zu werden? Hastig lass Cevh weiter.

Fünfzehnter Eintrag
Die Brut gedeiht, in den Letzten Jahren wurden gute und starke Kinder Geboren. Sie alle weisen die Merkmale von Rotmagiern auf, die unfähigen Kinder wurden Entsorgt, auch wenn sie Magisch begabt waren, ohne den Fähigkeiten eines Rotmagiers wären sie nutzlos gewesen. Bald werden wir genug sein um das zu erreichen was uns Elvaan zusteht, San'Doria wird im Licht der Welt stehen.

Cevh musste schlucken, dieser Mann war ein Wahnsinniger gewesen, wie hatte der König diesem Vorschlag nur zustimmen können. Mit zitternder Hand schlug er den Letzten Eintrag auf und lass.

Achtundzwanzigster Eintrag
Es gerät außer Kontrolle, Frauen weigern sich ihre Kinder abzugeben, warum verstehen sie nicht das nur zu ihrem besten ist. Ich habe mich diesen Verrätern selbst angenommen und sie bestraft. Die meisten haben aufgegeben, doch ein Frau blieb stur. Sie war es die Wahrscheinlich ein starkes Kind geboren hatte, ich bereue nicht was ich getan habe, denn es geschah zum Wohle von San'Doria. Ich konnte nur erfahren dass sie sich nicht mit einem Rotmagier vereint hatte, Ihr Bruder war verschollen, deshalb habe ich ihn als Verräter ausrufen lassen. Koste es was es wolle ich werde das Kind finden.


Cevh hatte liefen die Tränen über das Gesicht, immer hatte er geglaubt er sei etwas Besonderes, nun musste er erfahren das er nur einer Züchtung entsprungen war. Er hatte seine Mutter nie Kennengelernt und sein Vater hatte nie viel über sie gesprochen, war er das Kind von dem der Mann geschrieben hatte? Wieder taten sich Fragen ohne Antwort auf. Er musste nach draußen, er brauchte Luft. Er Verlies die Kirche und ging hinaus auf die Rolanbeerenfelder, dort im Mondschein wollte er nachdenken. Er war so in Gedanken, das er den Schatten nicht bemerkte der sich ihm von hinten näherte. 
Raziael

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