Sonntag, 19. Juni 2011

Chroniken von Vana'Diel Kapitel 17 ( Der Fremde Rotmagier)

 Die Sechs Freunde durchquerten die ebenen von Gustaberg und dem Konschat Hochland, bis in  die Sumpfige landschafft von Derfland. Manchmal mussten sie von Ihren Chokobos absteigen und neben her laufen weil der Boden zu weich war. Bullwey trug Saxon auf seinen Schultern, denn der Stich von dem Quadav Messer war noch nicht wirklich verheilt. An den Teichen standen verteilt Goblins die ihre angelrouten in das Wasser warfen, doch keiner wusste recht was sie in dem trüben Wasser fangen wollten. Die Gruppe umging diese Seltsamen Wesen, denn Goblins konnten sehr aggressive sein.

Oftmals versanken die sechs Abenteurer bis zu den Knien in der matschigen Erde, kamen aber immer wieder sicher auf festen Grund. Den ganzen Tag Hatte es geregnet und alle waren durchnässt. Der Tag neigte sich dem Ende zu und sie beschlossen ein Lagerplatz für die Nacht zu suchen. In der Nähe von einigen Bäumen fanden sie ein geeignetes Lager, nur mit viel Mühe konnte ein Feuer entfacht werden. Lodrik und Shir waren auf die Jagt gegangen, in der Hoffnung etwas Essbares zu finden. Bullwey vertraute nicht darauf und ging mit Saxon Fischen, die beiden hatten sich in Bastok Angeln gekauft und wollten sie ausprobieren, zum anderen war Bullwey sich sicher eher ein Fisch zu haben als die anderen Zwei, einen Braten.
Plötzlich hörten sie Hilferufe. Sofort liefen sie in die Richtung aus der die Rufe kamen, eine Mithra und ein Menschen Mädchen, sie waren bis zu den Hüften im Sumpf versunken. Bullwey versuchte zu ihnen zu gelangen, versank aber selbst.


Saxon dachte sofort an den Zauber mit dem er Cevh durch den See geschliffen hatte. Er ließ sich auf die Schultern von Bullwey setzen um sichtkontakt mit den beiden Mädchen zu haben, beide wurden von einer unsichtbaren Hand aus dem Sumpf gezogen und blieben genau vor den Füssen von Bullwey liegen. Die Zwei Mädchen wischten sich den Schlamm von den Kleidern und Stellten sich vor „ Ich bin Ariane und die Mithra ist Marale, wir danken euch für eure Hilfe, ihr seid wirkliche Magier wie es scheint" die zwei verbeugten sich und lächelten. Bullwey erklärte das nur Saxon ein Magier sei, seine Kunst seien die Fäuste.

Saxon riet den Mädchen mit in ihr Lager zu kommen, denn es sei sicherer und in der Dunkelheit zu reisen wäre vollkommen unvernünftig. Als sie das Lager erreichten waren Lodrik und Shir schon zurück von der Jagt und am Feuer grillten köstliche Fleischspieße. Nette kümmerte sich gleich um die Mädchen und gab ihnen Decken um sich zu wärmen „was macht ihr hier? Ich meine Zwei junge Mädchen ganz allein" Fragte Nette und Trocknete dem Menschenmädchen die Haare. „Wir sind unterwegs nach Jeuno um Vorräte einzukaufen, das Feuer während der Schlacht hat alles vernichtet" erzählte Ariane, als sie ihren Satz beendet hatte trat Cevh aus dem Dunkel in das Licht des Feuers.

Die Augen der Mithra begannen zu Leuchten „D,du B,bist der Rote Magier" stotterte sie und sah Shir neben ihm stehen die Sense auf den Rücken geschnallt, Ihre Wangen wurden Feuerrot „der Dunkle Ritter" flüsterte sie. Nun wussten sie in welcher Gesellschaft sie sich befanden.
 Nette musste Lachen und sagte: „ nun werdet erst einmal trocken und dann Essen wir, Morgen brechen wir auf nach Jeuno, wir werden euch mitnehmen".


Khira gab den Kindern zu  essen und sorgte dafür das diejenigen die ihre Eltern verloren hatten von anderen Familien aufgenommen wurden. Sie gab sich alle Mühe und schaffte es letztendlich auch die Letzte Waise unterzubringen. Sie räumte Essensreste und Holzschalen auf, als ein Fremder an sie herantrat „verzeiht wenn ich dich störe, ich bin Raziael Fin'Lamar und habe eine Frage" hörte sie jemand fragen.

Sie schaute auf und sah in das Gesicht eines Elvaan, seine Haare, die weit bis über die Schultern reichten trug er offen und seine Kleidung war gezeichnet von der Schlacht. Doch noch etwas fiel ihr auf, der Fremde trug die Gleichen Kleider wie Cevh, Die Rote Robe, Stiefelgamaschen und der Hut mit der weißen Feder, nur die Schulterklappen an der Robe waren anders. Mit dem Korb voller Geschirr in ihren Armen fragte sie: „nun wie kann ich dir helfen? „ der Fremde lächelte und begann zu reden: „ Ihr kennt doch die Sechs Abenteurer, mit deren Hilfe ihr die Entführten Kinder befreit habt" Khira nickte zustimmend „nun der Rote Magier ist ein Freund von mir, aber sie sind ohne mich abgereist und haben nicht gesagt wohin der Weg führt, willst du mir sagen wohin sie wollten damit ich sie einholen kann?" Sprach der Fremde freundlich und wartete auf ihre Antwort.


Khira wurde nachdenklich, sie hatte nicht viel Zeit gehabt um Cevh und seine Gefährten kennen zu lernen, doch war sie sich ganz sicher, sie hätten nie jemand zurück gelassen ohne ihm das Ziel zu nennen „ ich weiß nicht wohin sie wollten" log sie und wollte gehen, doch der Fremde hielt sie fest und schlug ihr den Korb aus den Händen „ halte mich nicht zum Narren, du erzählst mir besser was ich hören will oder ich bringe dich zum reden" sagte er mit einem drohen in seiner Stimme. Khira riss sich los und wollte ihm in die Weichteile treten, doch der Elvaan wich dem Angriff aus. Sie Kreuzte die Arme und wollte eine Beschwörung wirken, aber der Elvaan war schneller. Er hob die rechte Hand  und ahmte einen sich schließenden Mund nach. Khira musste würgen, wie sehr sie es auch versuchte, sie brachte keinen Ton hervor, als wenn jemand ihr die Stimme gestohlen hätte.


Der Elvaan schleuderte sie zu Boden und hielt ihr sein Rapier an die Kehle „ nun schreibe in den Schmutz, das Ziel ihrer Reise oder ich lasse dich ausbluten wie ein Kalb" sprach er und drückte die Spitze seines Rapiers in ihre haut so dass einige Tropfen Blut im Boden versickerten. Khira legte ihren Zeigfinger in den Staub und begann zu schreiben.


Kafahlors hatte die Aufräumarbeiten beaufsichtigt und wollte nach Khira sehen ob er ihr helfen könnte. Er bog in eine Seitengasse ein und sah was geschehen war und traute seinen Augen nicht, war das Cevh der Khira in den Schmutz presste? „hey Cevh was soll der Unsinn" rief er und zog die Lanze aus der Rückenhalterung. Der Elvaan in der roten Robe drehte den Kopf zu Kafahlors, der wiederum erkannte dass es sich nicht um Cevh handelte und griff den Fremden Elvaan an. Kafahlors merkte schnell das er mit seiner Lanze in der engen Gasse im Nachteil war, aber dennoch gelang es ihm den Fremden von Khira weg zu bekommen. Kafahlors lockte ihn auf einen kleinen Platz, nun kam Fin'Lamar in Bedrängnis, sein Rapier war nicht geeignet um schwere Lanzen zu blocken und musste einige Treffer einstecken. Fin'Lamar schaffte es den Dragoon auf Distanz zu bringen und schleuderte kleinere Zauber gegen ihn.


Kafahlors wich den Zaubern geschickt aus und besann sich seiner Sprungkraft, er stieß sich von einer Hauswand ab zu der gegenüberliegenden, immer höher bis er auf das Dach gelangt war. Der Dragoon sprang von einem Hausfirst auf den nächsten, Fin'Lamar folgte im zwischen den Gebäuden und wirkte immer wieder Blitzzauber. Kafahlors versuchte das Stadttor zu erreichen um die Wachen zu Hilfe zu rufen, denn sein Drache hätte nur unnötigen Schaden angerichtet, plötzlich durchdrang ihn ein Tiefer schmerz, von Blitzen geschüttelt stürzte er der Länge nach hin.


Als er sich Wieder gefangen hatte sah er den Fremden, auf einem gestohlenen Chokobo durch das Tor flüchten, in Richtung des Hochlandes. Kafahlors stieß einen lauten Fluch aus und sprang von dem Dach, er eilte zu Khira, die immer noch kein Wort heraus brachte. Mit gebärden machte sie ihm deutlich was geschehen war, Kafahlors atmete tief aus und schickte ein Gebet zu Altana, was wollte der Fremde von Cevh und warum verfolgte er ihm, in seinem Herzen hoffte er das Cevh dem Fremden gewachsen war, doch in seinem Kopf zweifelte er daran.
Die Gruppe Setzte im Morgengrauen ihren Weg fort in Richtung der Rolandbeerenfelder. Am Nachmittag erreichten sie den Grünen Landstrich. Auf diesen Feldern wurden die wohlschmeckenden Beeren geerntet, die eine Zutat der Berühmten „Rolandbeerenkuchen" waren und legten eine Pause ein. Nette hatte Beeren gepflückt, aus denen sie Muss machte. Bullwey machte einen Teig um Reibekuchen zu machen. 


Schon bald roch es nach gebackenen Reibekuchen, Bullwey schleuderte die Kuchen mit der Pfanne in die Luft und fing sie geschickt wieder auf, Ariane und Marale applaudierten ihm. Nette wollte das Beerenmuss holen und bekam einen Schreck, Shir und Saxon hatten sich an der Beilage zu schaffen gemacht, Mund und Hände waren Rosa gefärbt von dem Saft der Beeren „Ihr Kindischen Gierhälse und was ist mit uns?" schimpfte sie mit den beiden, die gesenkten Köpfen vor ihr standen. Als sie gegessen hatten, setzte die Gruppe  ihre Reise fort. Gegen Abend errichteten sie im Schutz eines Baumes ihr Nachtlager, gegen Mittag des nächsten Tages würden sie Jeuno erreichen.
Raziael
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