Donnerstag, 3. Februar 2011

Die Verschmähte Liebe

Frank und Sandra waren seit Zwei Jahren gut befreundet, er hatte sie kennengelernt durch einen Freund der eine Beziehung mit Sandra hatte. Als sich die Zwei trennten war Frank für sie da gewesen, hatte ihr Trost gespendet und zugehört. Frank fühlte sich immer mehr und mehr zu Sandra hingezogen, er hatte sich in seinem Fußballverein abgemeldet um mehr Zeit mit ihr zu verbringen, immer wenn sie ihn anrief und brauchte war er für sie da. Frank war Zwei Jahre jünger als Sandra, wenn sie gemeinsam in die Disco gingen fuhr er mit ihr mit, er fühlte sich manchmal klein neben ihr, aber sie gab ihm das Gefühl gleichwertig zu sein. Frank hegte Gefühle für Sandra die über das Freundschaftliche hinaus gingen und war sich sicher dass sie dies erwiderte, wenn sie den Arm um ihn legte, ihm in die Augen schaute und wenn sie ihn nach der Disco zu Hause absetzte, der Kuss auf die Wange begleitet mit den Worten „ich hab dich lieb Frank". Nun war Frank Achtzehn Jahre und hatte sein Führerschein, von seinem ersparten Geld hatte er sich einen gebrauchten Ascona gekauft. Stolz rief er Sandra an um es ihr zu berichten und meinte das er nun Fahren würde und lud sie für den kommenden Samstag in die Disco ein, lachend stimmte sie zu. Am selben Tag fuhr er noch in die Stadt zum Juwelier und bestellte eine Goldene Halskette mit einem anhänger und Gravur, er war sich sicher dass nun die Zeit gekommen war um ihr seine Liebe zu gestehen. Die Woche kam ihm unendlich lang vor, die Zeit in seinem Lehrbetrieb wollte nicht vorbei gehen, dann war es soweit Samstag, am frühen Mittag ging er zu dem Juwelier und holte die Kette ab für Neunundfünfzig D-Mark. Am Abend fuhr er zu Sandra nach Haus um sie abzuholen, er klingelte und ihre Mutter öffnete die Tür „Guten Abend ist Sandra da?" fragte er höflich doch die Frau verneinte und sagte dass Sandra bereits abgeholt worden war. Frank verstand die Welt nicht mehr, sie hatte doch fest zu gesagt, dann dachte er dass ihre Freundin sie schon abgeholt habe und sie in der Disco auf ihn wartete. Er fasste ihn die Tasche und fühlte die kleine schmuckdose die in Geschenkpapier gewickelt war. Frank stieg in sein Auto und fuhr los, auf dem Parkplatz der Disco suchte er einen freien Platz und ein bekanntes Auto, den freien Platz fand er aber nicht das Auto der Freundin, er schloss das Auto ab und ging in die Disco. Es war zum brechen voll und er musste sich durch drängeln, dann sah er Sandra an einer Theke stehen, er winkte und lief auf sie zu, sie winkte zurück, dann stand er vor ihr. Frank holte tief Luft Jetzt oder nie, dachte er sich, als ein Mann kam mit Geölten Haaren und Arrogantem Blick, er legte seinen Arm um Sandra und Küsste sie und das nicht wie man einen Freund Küsst. Frank traute seinen Augen nicht „was Glotzt so Blöde? Sucht du Stunk?" fragte er Frank und seine Hand glitt zu ihrem Brustansatz,Zwei weitere Typen kamen dazu, Sandra Lachte „ganz ruhig das Ist nur ein Freund". Frank Wuste nicht was er sagen oder tun sollte, NUR ein Freund?, das war wie ein Schlag in das Gesicht, die Hände in seinen Taschen zitterten, der andere Kerl schaute zu ihm und flüsterte Sandra etwas in ihr Ohr worauf sie schallend Lachte. Frank musste alle Muskeln in seinem Gesicht anspannen um nicht los zu Heulen. Am liebsten hätte er den Typ an den Haaren gepackt und auf die Theke geschlagen. Frank schaute Sandra aus feuchten Augen an worauf ihr Lachen verstummte, Frank drehte sich um und lief zum Ausgang, Sandra folgte ihm. Kurz vor der Drehtür hatte sie ihn eingeholt und fasste ihn bei der Schulter „was ist los Frank" fragte sie ihn und sah die Tränen in seinen Augen, „wer ist der Kerl" Stellte er mit bebender Stimme die Gegenfrage „Das ist Thomas, ich hab ihn Gestern kennengelernt"bekam er als Antwort. Frank dachte er höre nicht richtig "du kennst den erst einen Tag und knutscht mit ihm rum und lässt dich befummeln?" fragte er. Nun wurde Sandra bewusst was los war, Frank war in sie Verliebt und sie hatte es nicht gemerkt, sie wollte ihn in den Arm nehmen doch er wehrte sie ab, nun war ihr auch zum Weinen zumute und sagte „Frank du bist mein bester Freund, ich schulde dir viel, es tut mir leid das ich das nicht gemerkt habe, bitte verzeih mir". Frank weinte nun richtig, unter Tränen sagte er „ich bin NUR dein Freund und du schuldest mir Neunundfünfzig Mark" mit diesen Worten warf er ihr die verpackte dose vor die Füße und rannte weg. Sandra hob das Päckchen auf und öffnete es, heraus fiel eine Halskette, sie las die Gravur "Frank" sie drehte den Anhänger "Ich liebe dich Sandra". Sandra wurde schwindelig, erst das Quietschen von Autoreifen holte sie zurück. Sie ging zurück zu ihrem Freund, doch ihn interessierte das ganze recht wenig, wütend und traurig zugleich rief sie ein Taxi und fuhr nach Haus. In dieser Nacht schlief Sandra Kaum, immer musste sie an Frank denken, wie konnte es soweit kommen?, warum war ihr nie etwas aufgefallen?. Sie dachte an die vergangene Zeit, er war immer nur ein Freund gewesen, dann erinnerte sie sich. Das gemeinsame DVD ansehen und sie in seinen Armen, der Kuss auf die Wange nach der Disco und das „ich hab dich lieb". Früh am Morgen rief sie bei Frank zu Hause an, sein Vater meldete sich, aufgeregt fragte sie „kann ich Frank sprechen?" ein schweigen, dann die Antwort „Es tut mir leid Sandra, Frank ist heute Nacht bei einem Autounfall ums Leben gekommen" Ihr blieb die Luft weg,auf die Frage wie es Passiert sei, Antwortete der Mann,ein Betrunkener habe Frank die Vorfahrt genommen, ihr wurde heiß, mit der Kette in der Hand vergrub sie sich in ihr Kopfkissen und weinte.

Raziael

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