Sonntag, 18. Dezember 2011

Chroniken von Vana'Diel Kapitel 43 ( Erinnerungen)

 Die Sonne war schon aufgegangen als Cevh sich auf den Weg zurück nach Windurst machte. Er hatte es nicht eilig und ritt langsam. Er saß freihändig im Sattel und lenkte das Tier mit den Knien. Das fiel ihm leicht denn schon immer hatte eine Hand für Chokobos gehabt. * Lebe suche dir einen Grund warum du dies alles auf dich nimmst* das waren die Worte die in Cevhs herumschwirrten während er sein Brille Putzte.  Er schaute über die Grüne Ebene die ihn an das La Theine Plateau Erinnerten und ohne es zu wollen schweifte er in die Vergangenheit.


Nur Verschwommen Erinnerte er sich daran, wie er durch die Felsige Landschafft von Gustaberg geirrt war. Gekleidet in Lumpen und einem Rapier in der Hand. Was davor geschehen war wusste er nicht mehr. Folongo hatte ihn aufgelesen und zu sich genommen. Stück für Stück und nur lückenhaft kehrte sein Gedächtnis zurück. Doch nicht nur seine Erinnerung hatte gelitten. Das Gleißende Licht in dem Tavnazia verging hatte seinen Augen geschadet, weshalb der Tarutaru ihm eine Brille anfertigen ließ. Er erinnerte sich an seinen Namen, das Gesicht seines Vaters und selbst das er etwas aus Tavnazia mitgenommen hatte. Jedoch wusste er nicht mehr was oder wen. 


Er machte sich auf den Weg um zu finden was ihm fehlte. Im La Theine Plateau Wurde er von einem Sturm überrascht. Er flüchtete in eine der Erdspalten, als er sich wieder nach draußen wagte traute er seinen Augen nicht. Vor ihm stand eine Herde Chokobos, so viele dass er sie nicht zählen konnte. Eines der Tiere war an seinem Bein und konnte nicht mehr seine Rechte an den saftigen Gräsern fordern. Cevh versuchte das Tier zu füttern, erst weigerte der Laufvogel. Doch bald merkte das Tier das Cevh nichts Böses vorhatte, nahm das Fressen und ließ sich behandeln.

Bald hatten auch die anderen Chokobos ihn Akzeptiert, Cevh zog mit ihnen lernte ihre Rangordnung und die Körpersprache der Tiere. Doch es gab auch dort Gefahren die nicht durch Beastman verursacht wurden. Wilderer machten Treibjagden auf die Chokobos um sie an Züchtereien und Mietställe zu verkaufen. Oft schaffte Cevh es seine Herde davor zu Retten, doch dann geschah da unvermeidliche.

Cevh schaffte es mit seinem Chokobo der Hetzjagd zu entkommen, doch der Rest der Herde wurde gefangen. Mitten in der Nacht und nur bewaffnet mit einem Rapier, von dem er nicht mal wusste wie er es handhaben musste, versuchte er die Tiere zu befreien. In seiner Unerfahrenheit wurde Cevh von einer Wache überrascht. Cevh schlug wild mit seiner Waffe um sich, jedoch der Kampferprobte Krieger schlug ihn zu Boden. Der wilderer wollte sich Cevh mit einem Axthieb entledigen. Doch ein Dunkler Schatten griff ihn an, es war das Chokobo das von Cevh gesundgepflegt worden war. Mit dem mächtigen Schnabel knackte es den Schädel des Angreifers wie eine Walnuss. 


Der Kampf hatte die anderen Wilderer aus dem Schlaf gerissen. Fackeln wurden entfacht und Pfeile abgeschossen. Tödlich getroffen ging das Chokobo zu Boden. Mit schwerem Herzen musste Cevh einsehen das er dieser übermacht nicht gewachsen war. Tränen der Wut liefen über sein Gesicht als er flüchtete.

Cevh ging nach Selbina, er fand Arbeit bei einem Schafzüchter. Cevh war zu dieser Zeit das ersten mal in Selbina, doch wenn er die Stieftochter des Fischers sah, überkam ihm ein Gefühl von Vertrautheit so als würde er sie kennen, doch wollte ihm nicht einfallen woher. Doch auch sie behandelte ihn als würden sich die beiden schon eine Ewigkeit kennen. 

Von seinem Lohn kaufte sich Cevh eine Streitaxt. Jeden Tag trainierte er, doch auch wenn er sich noch so viel Mühe gab, die Schläge trafen nie dort wo er wollte.
Dann kam der Tag an dem Selbina von Orks angegriffen wurde. Cevh versuchte zu kämpfen doch die Sperrige Axt wollte ihm nicht gehorchen. Cevh musste wieder an Tavnazia denken und dann geschah es wieder. Etwas übernahm seinen Geist, wie in Trance sprach er Silben, malte Zeichen in die Luft und in Riesigen Feuerbällen vergingen die Beastman.

Nach diesem Ereignis fasste Cevh zwei Entscheidungen. Erstens sich mit der Magie zu befassen. Jede Art wollte er Probieren und erfahren wie sie wirkt und was ihm am besten liegt, soviel zur geistigen ebene. Zum anderen wollte er den Umgang mit dem Rapier erlernen, den von allen Waffen war diese wie geschaffen für seine Hand.

Er kaufte fahrenden Händlern Magische Sprüche der Schwarzen sowohl auch der Weißen Magie ab. Er lernte sie auswendig und machte sich auf um sie zu erproben, doch auch das endete in einem Desaster. Anstatt sich selbst zu Heilen, heilte er seinen Gegner und der versuch eine Riesenlibelle mit Feuer nieder zu strecken, endete das er Schreiend und mit brennenden Haaren Richtung Strand rannte.

Nach diesen Niederlagen beschloss Cevh sich Hilfe zu suchen. Von den reisenden hatte er gehört das in Jeuno Magier und Fechtmeister seien die gegen ein Entgelt Schüler annehmen würden, diese Wollte er aufsuchen.

Mit einer Gruppe Händlern machte er sich auf den Weg durch die Batallia Ebene wurden sie von Dieben überfallen. Cevh konnte sich in eine Höhle retten und versteckte sich dort. Nach Tagen wurde er von einem Eremiten, ebenfalls einem Elvaan, gefunden. Der Mann schien das Talent von Cevh zu erkennen und Lehrte ihm die Kunst der Magie und der Fechtkunst. Auch war es bei diesem Einsamen Mann war es wo er das erste mal von den Rotmagiern erfuhr. Der Eremit schenkte ihm die die Uniform. Eines Morgens war der Mann verschwunden.

Cevh ging nach jeuno. In den Mietställen fand er seine Chokobos wieder, auch wenn er lang von den Tieren getrennt war, der Geruch der Chokobos würde für immer an ihm haften. Die Laufvögel erkannten ihn auf Anhieb, doch als Cevh in die Augen der Tiere schaute überkam ihn eine große Trauer. Die Tiere waren leer und gebrochen. Mit Schlägen und Futterentzug waren sie gefügig gemacht worden, jeder drang nach Freiheit war verschwunden.
Die Tür des Stalles wurde geöffnet und Cevh erkannte einen der Wilderer wieder. Es war ein Elvaan mit kurzen weißen Haaren. In der Hand hielt er einen Sack Münzen. Cevh rempelte ihn an, der Sack riss und die Münzen verteilten sich auf dem Boden.

Der Elvaan schaute Cevh Wütend an „Freundchen ich habe schon Männer wegen weniger Getötet" Cevh hob die Hand und ließ einen Blitz auf das Geld niederfahren. Als der Zauber endete waren die Münzen zu einer einzigen Masse geschmolzen. Cevh schaute dem Wilderer tief in die Augen und sagte: „nun? Was hält dich auf?" eingeschüchtert machte der Elvaan einen Schritt zurück, schaute den Händler an und machte sich aus dem Staub. 

Cevh öffnete das Gatter und ließ die Tiere frei. Er wusste dass sie nicht mehr im Stande waren in der Wildnis zu überleben, doch sollten sie nicht in gefangenschafft sterben.

Ein lauter Ruf holte Cevh in die Gegenwart zurück. Er schaute sich um und erblickte zwei Gestalten auf einem Wagen. Als sie näher kamen erkannte er Kafahlors und Khira, den Elvaan und die Mithra, mit denen er in Bastok Seite an Seite gekämpft hatte. 

Der Wagen hielt und Kafahlors begrüßte ihn: „ Hey Cevh, so ganz alleine wo ist der Rest der gruppe" Cevh grüßte zurück und berichtete wo die anderen waren. Kafahlors lachte „ nun das Passt gut, wir sind gekommen um Vorräte zu kaufen dann machen wir das Fest der Geister noch mit das wird ein Riesen Spaß"  Cevh Kugelte mit den Augen "denkt den Jeder nur an seinen Spaß? Es gibt Pflichten" nun musste auch Khira lachen und schüttelte den Kopf. Zusammen machten sie sich auf den Weg, zum Abend würde das Fest beginnen.
Raziael
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